Unser Abschlussfilm

Der Dokumentarfilm "Aus dem Takt" ist unsere Abschlussarbeit im Fach Medienwissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Wir gehen darin der Frage nach, inwiefern Musik einen positiven Einfluss auf Menschen ausüben kann, die an einer Demenz erkrankt sind.

 

Musik wird in der Pflege auch als der Königsweg zu Menschen mit Demenz bezeichnet und spielt im Alltag vieler Seniorenheime eine wichtige Rolle. Wir begleiten außerdem die Konzertreihe „Seelenbalsam“ der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, die sich speziell an Menschen mit Demenz richtet. Unser besonderes Interesse gilt bei alledem den Betroffenen selbst. Mit ihnen und ihren Angehörigen sprechen wir darüber, wie Musik ihren geistigen und seelischen Zustand verändert.

Entstehung

Die Dreharbeiten fanden von November 2015 bis Juni 2016 statt. Über mehrere Monate hinweg erhielten wir in regelmäßigen Treffen einen intimen Einblick in das Leben unserer Protagonisten. Wir begleiteten sie zuhause in alltäglichen Situationen, aber auch beim Besuch von Konzerten und der Teilnahme an musikpädagogischen Veranstaltungen.

Mit Überraschungen rechnen

Im Gegensatz zum Spielfilm, in dem jede Szene bis ins kleinste Detail geplant wird, ist beim Dokumentarfilm vieles offen. Bei unserem Projekt mussten wir umso mehr mit Überraschungen rechnen. Der Gesundheitszustand unserer Protagonisten änderte sich während der mehrmonatigen Dreharbeiten teilweise sehr stark. Ein behutsamer Umgang mit der geistigen und körperlichen Situation der Menschen, die wir für den Film begleiten, war uns von Anfang an sehr wichtig. Sowohl bei den Dreharbeiten, als auch im Anschluss im Schnitt, begegneten wir ihnen mit großem Respekt, Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen.